Stefan Schmid, ist stets nah an den Menschen

Stefan Schmid, Leiter Akquisition, blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. In 35 Jahren hat er mehr als 1’000 Immobilien verkauft – und ein Gespür für die Geschichten hinter den Fassaden entwickelt.

Herr Schmid, was fasziniert Sie an Ihrem Beruf?

Die Menschen. Wir arbeiten nah am Leben. Es passiert etwas mit den Leuten, wenn sie eine Immobilie kaufen oder verkaufen. Spannend ist auch die Entwicklung der grossen Projekte, wenn wir vom Architekturwettbewerb über die Optimierung der Grundrisse, die Geschichte, die Baubewilligung bis hin zur Vermarktung jeden Schritt begleiten. 

 

 

Woher rührt Ihre Passion für Immobilien?

Ich habe einen notariellen Hintergrund, Erfahrung im Bankwesen und bin ganz entspannt in die Immobilienbranche hineingewachsen. Es ist ein Privileg, für Immobilien zu arbeiten. Ich hatte immer mit tollen Menschen zu tun und schätze die Komplexität der Aufgabe.

Was unterscheidet die Arbeit mit Immobilien von anderen Produkten?

Immobilien sind weder ein technisches, synthetisches, noch ein virtuelles Produkt. Eine Immobilie ist stark mit Emotionen verbunden. Mich fasziniert, wie intensiv man die Kunden kennenlernt. Auch, weil der Prozess mehrere Monate dauern kann. Hier kommt mir meine Erfahrung zugute. Ich kann Bedenken aus dem Weg räumen. Es gibt Situationen, da bin ich Mentor, Brückenbauer zwischen Familienmitgliedern, bin Schlichter und Berater.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse, die Sie in 35 Jahren Berufserfahrung über den Immobilienmarkt gewonnen haben?

Immobilien bedeuten viel Geld – und viele Emotionen. Diese Mischung kann den rationalsten Käufer aus der Bahn werfen, wenn eine Immobilie zur Herzensangelegenheit wird. Das Schöne daran ist, dass trotz der rechtlichen und finanziellen Aspekte immer das Menschliche im Vordergrund steht.

Welche Ihrer Qualitäten kommen zum Einsatz, damit die herausfordernde Aufgabe der Akquisition ein Erfolg wird?

Ich habe einen leichten und unkomplizierten Zugang zu Menschen, gleichwohl wahre ich ein gewisses Mass an Distanz. Ich kann unterschiedliche Situationen rasch erfassen und habe eher das grosse Ganze im Blick, als dass ich mich im Detail verliere.

Was braucht es, damit ein Akquisitionsgespräch erfolgreich ist?

Nun, dass es kein reines Akquisitionsgespräch ist. Ich bin meinem Gegenüber ein Partner, habe Lösungen auf problematische Fragen und pflege einen respektvollen Umgang. Wenn das Gespräch im «Flow» ist, dann ist es ein gutes Gespräch.

Was macht grundsätzlich einen guten Immobilienmakler aus?

Fachwissen ist unerlässlich, denn man kommt mit baurechtlichen, gestalterischen und grundbuchrechtlichen Themen in Berührung. Eine schnelle Auffassungsgabe und Verhandlungsgeschick sind ebenso wichtig. Doch entscheidend ist die Freude an den unterschiedlichsten Menschen, Situationen und Gesprächen, denn man weiss nie, was einen erwartet, wenn man ein Wohnzimmer betritt. Erfahrung spielt dabei eine Schlüsselrolle – und die kommt nur mit Ausdauer. Man muss Routine aushalten können, um sicher in Verhandlungen zu werden.